|
SCHÜTZE sein, heißt Schützer sein.
Es ist in der Vergangenheit viel über die Entstehung des Schützenwesens geschrieben worden. Wenn man jedoch die vorstehenden Ausführungen und Überlieferungen zu Grunde legt, muß man zu einer anderen Betrachtung kommen. Präsident Paul Klevorn hielt beim Winterfest am 27. Jan. 1963 unter König Heinz Mencke im Hotel Hilling am Untenende eine denkwürdige Begrüßungsan- sprache. Als Leitwort und Bannerspruch war dem Verein bei der Gründung "Dem Vaterland zur Wehr, der Vaterstadt zur Ehr" gegeben. Schütze sein, heißt Schützer sein. Die Vereinigung der Schüt- zen dient nicht nur dem Sport und der Freude, sondern der Manneszucht und wenn es nötig sei als Schützer zum Schützen seiner Heimat und seiner Familie.
Wenn man die vorstehenden Überlieferungen liest, muß man davon ausgehen, daß nicht das Schie- ßen die Ausgangsform des Schützenwesens gewesen sein muß. Das Schießen war vielmehr ein Mittel zum Zweck des Schützens und Beschützens. Schützen hatten eine ehrenvolle Aufgabe. Sie hatten sich dazu verpflichtet, die Heimat und die Menschen mit ihrem Hab und Gut vor Über- griffen und von außen drohenden Gefahren zu schützen und zu bewahren, sich schützend vor die Werte der Heimat zu stellen. Zum Schutz und zur Verteidigung, weit entfernt von kriegerischer Gesinnung, waren regelmäßige Schießübungen erforderlich, um der Bürgerwehr den Umgang mit der Armbrust und der Handbüchse - Vorderlader - zu vermitteln. So war früher auch wohl das Vogel-und Adler—Schießen eine Pflichtaufgabe.
Dieser Tradition folgend, wird seit Jahren wieder beim Papenburger Schützenverein von 1800 mit der Armbrust auf einen Adler geschossen, um den König zu ermitteln. Ein kunstvoll geschnitz- ter Adler , der von einem Schützenbruder aus Oberhundem angefertigt wurde, ist im Schießstand angebracht, um auch hier auf die Tradition hinzuweisen. Übrigens ein Geschenk der Kreissparkasse Papenburg.
|